FAQ

FAQ – Häufig gestellte Fragen

In unserem FAQ-Bereich finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen rund um den Beruf des Medizinphysik-Experten (MPE), orientiert an typischen Fragen von Patienten, medizinischem Personal oder Interessierten. So erhalten Sie schnell und unkompliziert die wichtigsten Informationen.

Mehr zu diesem und weiteren Themen finden Sie hier: FAQ

Für was steht MPE?

Medizinphysik-Experte (MPE) ist laut § 5 Nr 24 StrlSchG (Strahlenschutzgesetz) eine Person mit Masterabschluss in medizinischer Physik oder eine in medizinischer Physik gleichwertig ausgebildete Person mit Hochschulabschluss, die jeweils die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz besitzt. Die Medizinphysik ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, das Physik auf die Medizin anwendet, insbesondere in der Diagnostik, Therapie und Forschung. Medizinphysik-Experten arbeiten vor allem in der Radiologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin und zunehmend auch in Bereichen wie der Medizintechnik und Bildverarbeitung (Entwicklung und Anwendung von Algorithmen zur Analyse medizinischer Bilder).

Was macht ein MPE?

Ein Medizinphysik-Experte (MPE) ist eine hochqualifizierte Fachperson, die eine zentrale Rolle in der Anwendung von ionisierender Strahlung in der Medizin spielt – insbesondere in der Strahlentherapie, Radiologie und Nuklearmedizin. Der MPE ist verantwortlich für die Optimierung des Strahlenschutzes und die Auswahl der einzusetzenden Gerätschaften. Er überwacht die Exposition der in der radiologischen Diagnostik tätigen Personen. Bei Strahlenschutzvorkommnissen untersucht er diese und stellt Risikoanalysen bei der Behandlung an. Der MPE ist laut Strahlenschutzgesetz in Deutschland bei bestimmten Anwendungen gesetzlich vorgeschrieben.

Was sind konkrete MPE-Aufgaben?

Zu den Aufgaben gehören unter anderem:

  • Überwachung der Qualitätssicherung medizinischer Geräte,

  • Einrichtung, Konfiguration, Parametrisierung, Überwachung, Anpassung von Dosismanagementsystemen
  • Überwachung der Einhaltung der diagnostischen Referenzwerte,

  • Untersuchung von Vorkommnissen,

  • Mitwirkung beim Strahlenschutz und bei behördlichen Genehmigungen

  • Schulung des medizinischen Personals im sicheren Umgang mit Strahlung

  • Auswahl der einzusetzenden Ausrüstungen, Geräte und Vorrichtungen,

  • Überwachung der Exposition von Personen, an denen radioaktive Stoffe oder ionisierende Strahlung angewendet werden,

  • Berechnungen zur Strahlenbelastung für Patienten und Personal

  • Unterweisung und Einweisung der bei der Anwendung tätigen Personen.

Mehr auch unter: Leistungen von Ihr MPE

Was verdient ein MPE?

Das Gehalt eines Medizinphysik-Experten hängt in Deutschland von mehreren Faktoren ab, darunter:

  • Berufserfahrung
  • Arbeitsort (Bundesland, Stadt)
  • Art der Einrichtung (z. B. Universitätsklinikum, privates Krankenhaus, Forschungseinrichtung)
  • Tarifvertrag (z. B. TVöD, TV-L)
  • Spezialisierung (z. B. Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Röntgendiagnostik)

Durchschnittliches Gehalt

Berufseinsteiger (0–2 Jahre Erfahrung)

  • TVöD/TV-L Entgeltgruppe E13
  • Monatsgehalt (Brutto): ca. 4.600 – 5.000 €

Mit Berufserfahrung (3–10 Jahre)

  • Monatsgehalt (Brutto): ca. 5.400 – 6.700 €
  • Höhere Erfahrungsstufen innerhalb der E13 oder auch E14 möglich

Leitende Positionen oder Spezialisierung

  • Monatsgehalt (Brutto): ab 6.800 €, teils über 7.400 €
  • Bei langjähriger Erfahrung und Leitungsfunktion auch mehr

Privatwirtschaft und Industrie

  • In der Medizintechnik-Industrie oder Forschungseinrichtungen  können die Gehälter je nach Position auch über 85.000 € brutto jährlich liegen.

Fazit

Ein Medizinphysik-Experte verdient in Deutschland im Durchschnitt zwischen 50.000 und 80.000 € Brutto jährlich, mit Luft nach oben bei Spezialisierung und Verantwortung. Zusätzliche Leistungen durch zum Beispiel die VBL im öffentlichen Dienst, dürfen bei den Arbeitgeberkosten nicht außer Acht gelassen werden. Ebenso erfolgt teilweise eine Eingruppierung in die Tarifverträge für Ärzt:innen.

Wer oder was ist ein Medizinphysiker?

Als Medizinphysiker wird im Allgemeinen eine Person im klinischen Umfeld benannt, die sich mit Aufgaben der Medizinischen Physik befasst. Es handelt sich im Gegensatz zum Medizinphysik-Experten dabei um keine spezielle Qualifikation gemäß Strahlenschutzgesetz. Die Berufsbezeichnung ist nur im Land Berlin durch das Gesetz über die Führung der Berufsbezeichnung „Medizinphysiker/Medizinphysikerin“ (MedPhysBerBezG BE) geschützt und darf ansonsten von jeder Person frei verwendet werden.

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